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Über Myanmar

Myanmar

Fläche: 676,577km2
 
Hauptstadt: Yangon
 
Grenzen: Bangladesh (193 km), Indien (1463 km), China (2185 km), Laos (235 km), Thailand (1080 km)

Küstenlinie: 1930 km an der Andamanen See

Flüsse: Ayeyarwady, 1550 km
Chindwin, 792 km
Thanlwin, 89 km
Kaladan, 177 km
Sittaung, 129 km

Höchster Berg: Mt. Khakaborazi, 5881 m

Bevölkerung: Über 52 million (Jährliches Wachstum 1,61%)

Uhrzeit: MEZ + 5,5 Stunden, MESZ + 4,5 Stunden

Gewichte : 1 pyi = 1,5 kg


Maße: 1 inch = 2.54 cm

Sprache: Amtssprache ist Myanmar

Elektrizität: 230 V, 50 Hz

Währung: Kyat (gesprochen "tschat"), 1 Lakh = 100.000 Kyat

Religion: 89% Theravada Buddhisten, 4% Christen, 4% Muslime, 1% Hindu, 1%Animisten

Klima: Obwohl Myanmars Klima in drei Jahreszeiten eingeteilt wird, in Sommer (heiße Jahreszeit), Winter (kalte Jahreszeit) und Regenzeit, wird das Klima stark von den topographischen Gegebenheit und der Höhenlage beeinflusst. Der Winter ist kühl und trocken und dauert von November bis Februar. Darauf folgt der heiße Sommer bis May. Die Regenzeit beginnt im May und dauert bis Oktober. Während des ganzen Jahres bieten sich für den Reisenden jedoch günstige klimatische Bedingungen die ein Reisen ermöglichen.

Die Bevölkerung Myanmars

Offiziell werden in Myanmar acht unterschiedliche "Nationale Rassen" unterschieden, die Bamar, Shan, Mon, Kayin, Kayah, Chin, Kachin, and Rakhaing. Auch die ausgeübten Religionen in Myanmar sind sehr unterschiedlich. In Dörfern und Städten ist es nichts Ungewöhnliches, dass die religiösen Stätten der Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen in Sichtweite von einander liegen.

Die Bamar, auch als Burma bezeichnet, bilden die Mehrzahl der Bevölkerung. Durch das Erlöschen der Monarchie erlitten Sie jedoch große kulturelle Verluste, da viele historische Kunstwerke und Güter verloren gingen. Die Bamar, in ihrer Mehrzahl Theravada Buddhisten, glauben das das Bekenntnis zum Buddhismus ein unverzichtbarer Bestandteil der Zugehörigkeit zu dieser Volksgruppe ist. Die Medien berichten täglich über die Spenden und Gaben von Regierungsmitgliedern and den meistverehrten religiösen Stätten des Buddhismus im Lande.

 

Myanmars Schätze
 
1. Lackarbeiten
Eines der bekanntesten Erzeugnisse Myanmars, Lackarbeiten, gibt es in den unterschiedlichsten Arten: vollständig Rote, Schwarz und Gold, mit eingravierten, vielfarbigen Mustern oder mit eingelegten Spiegeln oder nachgemachten Edelsteinen. Die Formen reichen von Armreifen bis zu Möbelstücken.

2. Marionetten
Das Marionetten-Theater hat eine lange Tradition in der Kultur Myanmars. Einst überbrachten Puppen den Königen die schlechten Nachrichten, die die Menschen nicht zu äußern wagten. Viele unterschiedliche Charaktere in allen erdenklichen Größen sind erhältlich, in farbenprächtiger Bekleidung aus Seide und mit nachgemachtem Geschmeide.

3. Malerei
In Galerien und Geschäften sind in Yangon, Mandalay und Bagan vielfältige Arbeiten in Wasserfarben zu sehen, eine Technik mit der sich die lokalen Künstler besonders hervorheben.

4. Silberarbeiten
Behälter und andere Stücke werden mit dem Hammer in Handarbeit aus Silber getrieben. Traditionell zeigen Diese filigrane Reliefverzierungen mit mythischen Geschöpfen oder Szenen aus der Geschichte. Die kleineren Behältnisse eignen sich hervorragend als Pillendöschen.

5. Wandteppiche
Szenen des alltäglichen Lebens oder traditionelle Motive werden mit goldenen und silbernen Fäden gewirkt, Figuren werden aus Seide und Messingplättchen auf Samtgrund gestaltet. Diese Werke folgen einer alten Tradition und dienten einst als Raumteiler in den Königlichen Palästen.

6. Töpferei und Korbflechterei
Glasierte Töpferware wird auch heute noch in vielen Haushalten zur Lagerung von Korn, Öl oder Wasser verwendet und wird in großen Stückzahlen zum Hausgebrauch oder zum Export hergestellt. Rohr- oder Bambusmöbel, Körbe, Taschen und andere Utensilien gibt es unzählig auf vielen Märkten.

7. Edelsteine und Schmuck
Jade, Rubine, Saphire und Perlen aller Farben und Größen zu Preisen für jeden Geldbeutel sind erhältlich. Zweimal im Jahre finden Handelsauktionen für Edelsteine statt, bei denen Bieter aus der ganzen Welt um die besten Stücke konkurrieren.

8. Schnitzereien
Die Künstler Myanmars sind sehr geschickt im Schnitzen der unterschiedlichsten Materialien wie Knochen, Holz oder Jade. Buddhastatuen aus Sandelholz und aus Jade geschnitzte Figuren oder Schmuckstücke sind besonders wertvolle Souvenirs.

9. Antiquitäten
In den Geschäften lassen sich wunderbare Dinge entdecken. Gegenstände der Volkskunst, Betelschachteln, gegossene Bronzegewichte in vielfältigen Tier- und Vogelformen, Werkzeuge zum Tätowieren und zahllose andere geheimnisvolle und bezaubernde Stücke.

 

 

Feste in Myanmar
 
Es gibt eine Redensart in Myanmar, dass jeden Monat ein Fest gefeiert wird. Der überraschte Tourist kann jedoch glücklicherweise noch vielmehr Feste erleben, die sich über das ganze Land und das ganze Jahr verteilen. So hat ein Reisender die wundervolle Gelegenheit aus erster Hand Einsicht in die alten, aber lebendigen Traditionen Myanmars zu bekommen.
Die genauen Daten der Feierlichkeiten richten sich nach dem Mondkalender Myanmars, daher können nur ungefähr die Monate des westlichen Kalendersystems angegeben werden. Pagodenfeste sind mehr wie ein Volksfest oder eine Kirmes, Nat-Zeremonien werden begleitet von Musik und Tanz.

Januar - Februar
- Ananda Tempel Fest, Bagan. Eines der größten Feste des Landes, es beginnt sieben Tage vor dem Vollmondtag des Pyatho Mondes (Monats).
- Das Neujahrsfest der Naga. Zum Besuch ist eine Buchung mehrere Wochen im Voraus notwendig, da es in sehr abgelegen Dörfern abgehalten wird. Gewöhnlich findet es einige Tage vor dem 15. Januar statt.

Februar -März
- Shwesettaw Pagoden Fest. An den Ufern des Chaung, im Magway-Bezirk. Die Feierlichkeiten beginnen mit dem 5. Tag des zunehmenden Mondes von Tabodwe und enden erst nach dem Neujahrsfest Myanmars im April.
- Kyaik Khaut Pagoden Fest. In Thanlyin, nur eine halbe Fahrstunde von Yangon entfernt. Es beginnt sieben Tage vor dem Vollmond von Tabodwe.

März - April
- Kekku Pagoden Fest, an einem wunderschönen Pagoden-Komplex, tief in den Hügeln des Shan-Hochlandes. Drei oder vier Tage vor dem Vollmond von Tabaung treffen sich tausende Angehörige der Pa 0 um an ihren höchst verehrten Schreinen zu huldigen.
- Maw Tin Zun Pagoden Fest. An der südwestlichen Küste von Myanmar. Ein Teil des Weges dorthin führt in einer angenehmen Bootsreise nach Pathein, einer interessanten Stadt im Deltagebiet, bekannt für ihre Sonnenschirme. Das Fest beginnt sieben Tage vor dem Vollmond des Monats Tabaung.

April - Mai
- Shwemawdaw Pagoden Fest, Bago, am achten Tag des zunehmenden Mondes des Monats Tagu.
- Das 5 Tage währende Wasser-Fest geht dem Neujahrstag Myanmars voran, der gewöhnlich auf den 17. April fällt. Überall im Land werden am Straßenrand Plattformen errichtet, von den jungen Leute die Feiernden in vorbeifahrenden Wagen mit Wasserschläuchen bespritzen. Die Leute in den Straßen haben Wasserpistolen oder Eimer um jedermann eine “Dusche” zu verpassen.

Juni – Juli
In dieser Zeit finden zahlreiche Feste in Zusammenhang mit der Mönchsprüfungen statt. Traditionell legen die Mönche in diesem Zeitraum die Prüfung ab, um zu den nächsten religiösen Schulungen zugelassen zu werden. Außerdem gibt es Pagodenfeste in Mittel-Myanmar, z.B. In Mahlaing und Pakokku. Lokale Besonderheiten sind die Festmärkte mit ihrem Angebot an Thanaka, Longyis, Woll- und Baumwolltüchern, Tabakwaren und Papierspielzeug.
Diese Monate liegen in der Regenzeit. Durch den Regen sind die reisenden Mönche ständig durchnässt. Da es den Mönchen gemäß den Buddhistischen Regeln nicht erlaubt ist mehr als drei Gewänder zu besitzen, finden in dieser Zeit viele Feierlichkeiten statt, bei der die Bevölkerung den Mönchen neue Gewänder spendet. Weitere Feste in dieser Zeit sind z.B. das Nat-Fest in Kyaukse nahe Mandalay.
Spenden-Feiern für Mönchsgewänder, Novizenweihen und andere religiöse Zeremonien finden von April bis zum Beginn von Lent, dem Vollmondtag des Monats Waso, im Juni statt.

Juli - August
- Taung Pyone Nat Fest nahe Mandalay. Beginnt am 8. Tag des zunehmenden Mondes von Wagaung und Dauer eine Woche. Das größte Geisterfest des Landes, bei dem spiritistische Medien und Anhänger aus allen Landesteilen kommen um teilzunehmen.
- Das Yadana Gu Nat Fest, welches beginnt, wenn das Taung Pyone Fest endet. Es findet an den Ufern des Taungthaman-Sees bei Amarapura statt, das ebenfalls nahe bei Mandalay liegt.

September -Oktober
- Phaung Daw 00 Pagoden Fest am Inle-See im Shan-Staat. Am ersten Tag des zunehmenden Mondes des Monats Thadingyut. Bei den Festlichkeiten werden während 18 Tagen die besonders verehrten Buddhastatuen auf einer königlichen Barke zu den Dörfern am See gebracht.
- Shwezigon Pagoden Fes, Bagan. Beginnt am ersten Tag des zunehmenden Mondes von Thadingyut. Besonders interessant ist das Ritual am Vollmondtag, bei dem gefüllte Almosenschalen hunderten von Mönchen und Novizen dargeboten werden.
- Kyauk Taw Gyi Pagode von Mandalay, ein viertägiges Fest, das am Tag nach dem Vollmond von Thadingyut endet.
- Das Lichterfest, symbolisiert das Ende des Lent und dauert drei Tage. Es beginnt ein Tag vor dem Vollmond und endet einen Tag nach dem Vollmondtag von Thadingyut. Gefeiert im ganzen Land.
- Das Fest der tanzenden Elefanten. Als Elefanten verkleidete Männer wettstreiten in Tanzveranstaltungen in Kyaukse, nahe Mandalay. Ein zweitägiges Fest, das am Tag vor dem Vollmondtag von Thadingyut beginnt.

Oktober -November
Dipavali Lichter Fest der Hindu, gefeiert and den Hinduistischen Tempeln im ganzen Land. Das genauen Datum ist nicht festgelegt
- Feuerballon-Wettbewerb, Taung Gyi, Shan-Staat. Ein sechstägiges Fest, beginnend am 10. Tag des zunehmenden Mondes von Tazaungmone. Ballons messen sich nach Größe, Art und Design und ihrer Fähigkeit zum Fliegen. In der Vollmondnacht hält die Bevölkerung von Taung Gyi eine Laternenumzug ab.

November -Dezember
- Gewandwebe-Wettbewerb im ganzen Land und ein besonderes Ereignis an der Shwedagon Pagode in Yangon. In der nach vor dem Vollmondtag des Monats Tazaungmone, wetteifern Teams von Webern um ein vollständiges Gewand in nur einer Nacht herzustellen, das den Buddhastatuen am nächsten Morgen in der Dämmerung dargebracht wird.
- Popa Nat Fest, Mt. Popa, nahe Bagan. Ein sechstägiges Fest das am Vollmondtag von Nadaw beginnt.
- Die Nacht des 31. Dezember wird am Goldenen Felsen an der Kyaik Hti Yo Pagode gefeiert. Tausende Gläubige entzünden Kerzen an den Schreinen.

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